Ich lehre zu denken

Ich habe keine Lehre. Ich zeige nur etwas.
Ich zeige Wirklichkeit, ich zeige etwas an der Wirklichkeit, was nicht oder zu wenig gesehen worden ist.
Ich nehme ihn, der mir zuhört, an der Hand und führe ihn zum Fenster. Ich stoße das Fenster auf und zeige hinaus.
Ich habe keine Lehre, 
aber ich führe ein Gespräch.

Martin Buber

Willkommen bei a Teacher’s Blog.

Darum geht es mir: ein Gespräch zu beginnen.

Ich bin ein Denker. Als Coach verwende ich die Methode von CliftonStrengths™, um Menschen in ein produktiveres, glücklicheres Leben zu führen. Ich selber besitze diese Stärken:

  • Vorstellungskraft – mein Kopf produziert Ideen am Laufmeter.
  • Wissbegier – es kommt nicht darauf an, was ich lerne, Hauptsache, ich lerne ständig etwas Neues.
  • Behutsamkeit – ich sehe die Risiken und plane sie frühzeitig ein.
  • Intellekt – ich liebe es, die Breite, Höhe, Tiefe, Länge eines Themas zu durchdenken und zu durchdringen.
  • Zukunftsorientierung – mein Bild der Zukunft ist grossartig. Von Herrlichkeit zu Herrlichkeit.

Deshalb führe ich am liebsten Gespräche in kleiner Runde. Du als Leser wirst zu meinem Gegenüber. Ob Du Dich jetzt nur anregen lässt, alleine weiterzudenken, oder über Kommentare, Email oder in einem Coaching mit mir in Kontakt trittst, ich wünsche Dir angeregte Stunden.

Du wirst sporadisch von mir neue Inputs erhalten, so wie Gott es führt. Ich glaube nicht daran, einfach etwas zu produzieren, wenn keine Offenbarung vorhanden ist. Wenn ich aber schreibe, tendieren meine Texte dazu, etwas länger zu sein und Fleisch am Knochen zu haben. Ich möchte Dich einfach warnen. Ich hoffe, Du kannst so viel davon profitieren wie ich selbst.

Lass mich zuerst ein bisschen von mir erzählen:

Ich wuchs als Schweizer Heide auf, bis ich mit 7 Jahren ins Christentum eingeführt wurde. Meine Mutter nahm uns mit in eine Jesus-People-Gemeinde in Winterthur. Orange und braune Kissen am Boden, anstelle von Türen Schnüre mit Wein- und Bierkorken und Muschelschalen. Du hast es erraten: es waren die Siebziger. Wir sangen zur Gitarre, hatten kurze Inputs und diskutierten – das war der Gottesdienst. Und das kam mir sehr entgegen – ich liebte es, mit Erwachsenen zu diskutieren. Es ging mir allerdings dabei mehr um positive Rückmeldungen und Schulterklopfen. Ich war keinesfalls weise über mein Alter hinaus, nicht wie Jesus:

Nach drei Tagen endlich entdeckten sie ihn. Er saß im Tempel inmitten der Lehrer, hörte ihnen zu und stellte Fragen. Alle, die ihn hörten, staunten über sein Verständnis und seine klugen Antworten. Luk 2:46-47

So war Jesus – und ich versuchte, wie er zu sein. Ich kannte damals den Rat von Yoda an seinen Padawan Luke – nicht derselbe Luke – noch nicht.

Do. Or not Do. There is no Try.

Mach’s. Oder lass es. Es gibt kein Versuchen.

Nach einer Zeit gingen wir nicht mehr in die Gemeinde, und es brauchte weitere 5 Jahre bis zu meinem nächsten Erlebnis mit dem Glauben. Dieses Mal gingen wir in eine evangelikale Gemeinde. Ich war 12, bald 13 – die Zeit des Bar Mitzvah. Aber statt dass ich die Verantwortung des Lebens akzeptierte, ging ich vor allem aus einem anderen, dem Alter entsprechenden Grund zur Gemeinde: Mädchen. Speziell eines. So ging ich zu den Gottesdiensten, in die Jugend, las meine Bibel, und hoffte, ihre Aufmerksamkeit zu erhaschen. Was nie geschah.

Mit 14 kam ich in ein katholisches Internat. Tönt schlimmer als es war. Dank des Internats konnte ich die Schule beenden – vorher wollte ich alles hinschmeissen. Latein und Französisch waren eine Plage. Mitten im Gymnasium ging ich ein Jahr in die USA. Meine erste Familie: Quäker. Die zweite: Lutheraner. Die dritte: Juden.

Endlich dann, mit 22, übergab ich mein Leben Jesus – und diesmal hielt es. Ich ging in eine charismatische Gemeinde, heiratete dort und hatte drei Kinder, war aktiv in der Leiterschaft, dem Gemeinde-Informationsblatt, lehrte die Jugend und Erwachsenen-Sonntagsschule. Ich war unterdessen Programmierer.

Und da war ich. Fast 40, ein multi-denominationales Kind Gottes. Es war, als ob ich die ganze Kirchengeschichte persönlich durchlebt hätte, wenn auch in ungewöhnlicher Reihenfolge. Und plötzlich wurde mein Leben auf den Kopf gestellt. Ich verlor meinen Job durch Konkurs.

Das nächste Jahrzehnt stand ganz im Zeichen von Umstellung. 4 weitere Konkurse und andere Jobverluste aus diversen Gründen, längere Zeiten der Arbeitslosigkeit. Aber endlich in einer Gemeinde verwurzelt. Gott hatte vorher zu mir gesprochen: er wollte mich im vollzeitlichen Dienst. Aber niemand wollte mich dort. So konzentrierte ich mich auf die Karriere als Programmierer. Und Gott schüttelte mich da raus, als es Zeit war. Eine lange Zeit des Wachsens und Reifens folgte, eine Reise im Glauben, des Platzieren in Team und Gemeindefamilie. Auch eine Reise der Selbstfindung. Und hier stehe ich im Moment: vor dem Plötzlich Gottes. Ein Sohn und Vater in Christus. Ich freue mich auf das, was die Zukunft bringt.

Ich hoffe, meine Beiträge helfen Dir auf Deinem Weg mit Jesus.

Gottes Segen

Ralph Rickenbach

Kontakt

Ich biete Einzelberatungen mit 2 oder mehr Sitzungen an, welche jeweils eine Stunde dauern. Die Kosten dafür belaufen sich auf Fr. 120.- pro Stunde und einmalig Fr. 100.- für den Test.

Beratungen für Teams umfassen Einzelberatungen von 2 Stunden pro Teammitglied und einen Tag für alle zur Auswertung. Der Auswertungstag beläuft sich auf Fr. 1200.- bei Teamgrössen bis zu 12 Personen.

Vorträge zum Thema, Seminare etc. werden auf Stundenbasis abgerechnet.

Ich freue mich darauf, von Ihnen zu hören.

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Meine Weltanschauung

Ich sehe die Welt als ein dynamisches System, das sich zu immer größerer Komplexität entwickelt. Der Mensch darin ist nicht zu ergründen. Ich erfülle die Rolle, die die Situation von mir verlangt, allerdings unter der Bedingung, dass die Rolle zu mir passt. Außerdem bin ich anfällig für die Angst, dass man meine unorthodoxe Sicht der Dinge nicht versteht. ...  Weiterlesen

Ist Angst ein Geist?

Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Ängstlichkeit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Timotheus 1:7

Für viele Jahre habe ich diesen Vers fundamentalistisch und fundamental falsch verstanden.

Die Übersetzung

Dies liegt vor allem an den Übersetzungen und der Lehre, die ich erhielt. ...  Weiterlesen

Warum feiern wir Gottesdienste?

Und lasst uns unsere Zusammenkünfte nicht versäumen, wie einige es tun, sondern ermutigt und ermahnt einander, besonders jetzt, da der Tag seiner Wiederkehr näher rückt! Hebräer 10:25

Warum sind heute Gottesdienste noch wichtig? Könnte die ganze Lehre nicht über das Internet bezogen werden? ...  Weiterlesen