Vorstellungskraft

Meine erste Stärke ist Vorstellungskraft. Gallup beschreibt das Talent wie folgt:

Menschen mit einer starken Vorstellungskraft lassen sich von neuen Ideen faszinieren. Sie sind in der Lage, zwischen scheinbar zusammenhangslosen Phänomenen Verbindungen zu sehen.

Ideen, Konzepte, Modelle, Erklärungen, Komplexität. Witz, Überraschung,unkonventionelle Lösungen, vernetztes Denken – das ist der Treibstoff und das Ergebnis von Vorstellungskraft.

Ich bin kreativ. Da 7 meiner Top-10 und 4 meiner Top-5 im Bereich Strategisches Denken angesiedelt sind, ist meine Kreativität nicht so sehr im handwerklichen oder künstlerischen Bereich angesiedelt.

Über Jahre hinweg habe ich Computersysteme entwickelt, welche die ausgetretenen Pfade verlassen haben. Es fiel mir leicht, Lösungen aus ganz anderen Bereichen in die Modelle und Konzepte einfliessen zu lassen.

Heute schaffe ich Verbindungen in der Bibel, welche kaum jemand sieht. Ich liebe das Modell des Körpers Christi, das Konzept der Söhne Gottes, und natürlich das allgemeine Priestertum, wo jeder gemäss seinen Stärken und Begabungen zum ganzen beiträgt.

Beim Coaching sehe ich Verbindungen und Lösungsansätze, die über die typischen Schulansätze hinausgehen.

Ausgetretene Pfade sind mir ein Graus. Den Glauben auf eine bestimmte Art zu leben, nur weil es schon immer so gemacht wurde. Das vierte Mal eine Schnittstelle zwischen einem Programm und Microsoft Outlook zu programmieren, weil die Version geändert hat. Stark repetitive Aufgaben wie die Finanzbuchhaltung zu machen.

Lieber zerstöre oder hinterfrage ich solch Altbekanntes, und wenn es nur ist, um Menschen aufzurütteln. Daraus resultieren ganz neue Einsichten. Oft bin ich selber verblüfft ob dem Resultat.

Zusammenspiel meiner Stärken

Ich brauche meine Stärken der Wissbegierde und des Ideen Sammelns, um Futter für neue Ideen zu haben. Innovation aus Neugier und Lernen.

Behutsamkeit lässt mich erkennen, dass neue Ideen durchaus Risiken bergen. Diese gilt es zu erkennen und einzukalkulieren.

Intellekt hilft, die Ideen in ihrer ganzen Breite, Tiefe, Länge und Höhe durchzudenken. Analytisch wird es, wenn eine Lösung gedanklich reduziert wird. Die Vorstellungskraft ergänzt unkonventionell.

Zukunftsorientierung gibt den Ideen einen Touch von Traum und Vision.

Verbundenheit zeigt mir die der Welt zugrundeliegenden Prinzipien und Modelle, die ich dann neu denken um umgestalten kann.

Strategie untersucht alle möglichen Lösungen und Wege zum Ziel. Wenn nichts passt, wird ein neuer kreiert.

Selbstbewusst weiss ich zutiefst, dass ich recht habe und auf etwas Faszinierendes gestossen bin. Das lässt mich noch weiter gehen, als je ein Mensch gegangen ist.

Meine Bindungsfähigkeit lässt mich sehr selektiv sein mit meinen Beziehungen. Lieber einen echten Freund als tausend Bekanntschaften. Im Gegensatz dazu habe ich lieber tausend Ideen und lasse meinem Denken freien Lauf.

Meine Überzeugung, mein Glaube lässt meine Werte konstant bleiben, auch wenn ich sie auf immer neue Art auslebe und in ihrem Rahmen das Neue erforsche.

Führen mit Vorstellungskraft

Ich bilde Vertrauen, indem ich das Warum, das grössere Bild erkläre. Immer häufiger versuche ich, Menschen mit meiner Begeisterung anzustecken.

So schwer es mir auch fällt, versuche ich, die Ideen und Konzepte zu vereinfachen und mit Bilder und Metaphern verständlich zu machen. Allerdings verrenne ich mich oft auf Abwegen und verwirre, da für mein Gegenüber die Zusammenhänge und Ähnlichkeiten von Idee und Bild nicht nachvollziehbar sind. Was hat der Körper Christi schon mit Atomen und Molekülen zu tun?

Ich versuche, andere mit auf die Reise zu nehmen und ihnen nicht nur das Endergebnis zu präsentieren. Dies ist insofern schwierig, weil meine Vorstellungskraft oft sehr intuitiv funktioniert. Bewusst weiss ich oft selber nicht, warum ich auf genau diese Idee gekommen bin.

Da meine Vorstellungskraft oft einen Überschuss an Ideen produziert, aber nicht gerne entscheidet, und sie oft schon beim nächsten Problem ist, muss ich mich mit Menschen zusammen tun, welche stark sind in der Umsetzung. Dabei kann die Zusammenarbeit in beide Richtungen funktionieren. Entweder habe ich eine Idee, und jemand setzt sie um, oder jemand will etwas umsetzen und braucht einige Lösungsansätze, um loszulegen.

Mir wurde gesagt, dass andere Menschen Stabilität brauchen. Die versuche ich ihnen zu geben, indem ich ihnen klar mache, dass ich nichts zerstören möchte. Ich möchte nur verbessern. Und so unglaublich das in den Ohren vieler tönt, ist es mir oft nur wichtig, über neue Lösungsansätze nachgedacht zu haben. Dann lasse ich los und überlasse es anderen, darüber zu entscheiden.

Ich sehne mich nach einem Mastermind, einer Gruppe ähnlich Gestrickter, in der ohne Grenzen Ideen gewälzt und diese ohne Vorurteile präsentiert werden können. Ohne dass dann gleich jemand ruft: „und wie soll das gehen“ oder „und wann lassen wir los“ oder „und wer setzt das um“.

In dieser Gruppe sollten Menschen jeglicher Herkunft und Denkart vertreten sein. Nur um eine Gettoisierung zu verhindern.

Wo fühle ich mich wohl

Ich brauche einen Ort, an dem meine Ideen auf offene Ohren stossen und geschätzt werden.

Ich muss ermutigt werden, meine Ideen so weit durchzudenken und zu kommunizieren, dass sie für andere von Nutzen sind.

Da ich das grosse Ganze, das Modell, das Konzept hinter allem sehe, brauche ich manchmal Hilfe, Dinge zu akzeptieren, die diesem Konzept widersprechen.

Ich brauche Freiraum. Punkt. Am Liebsten ist es mir, wenn ich eine Aufgabe selber gestalten kann. Kommt sie von jemand anderem, brauche ich Zeit und Raum, um in Ruhe und allein darüber nachzudenken. Einschränkungen, Risiken, Ungewissheiten kommen erst später zum Zug.

Was sind die Risiken

In Stresssituationen neige ich zur Abschottung. Die Welt in meinem Kopf ist so viel grösser, bunter, faszinierender als die Welt da draussen, dass ich in der Gefahr stehe, nicht mehr rauszukommen. Dies geschieht vor allem dann, wenn ich meine Stärke nicht ausleben kann.

Obwohl ich davon überzeugt bin, dass alle meine Ideen grossartig sind, wird mir oft gesagt, dass dem nicht so sei.

Andere ermüden schnell ob der Fülle und Sprunghaftigkeit der Ideen.

Die Umsetzung bleibt oft auf der Strecke oder führen zu einem grossen Aufwand bei anderen.

Ich vertrockne und schwanke zwischen Selbstzweifel und Wut, wenn meine Aufgaben hauptsächlich repetitiver Natur sind. Bin ich wirklich so unbrauchbar? Sehen sie das Geschenk Gottes nicht, dass da vor ihnen steht?

Wie leben und erleben Sie Ihre Vorstellungskraft?

2 Antworten auf „Vorstellungskraft“

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